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Arche Nebra im Harz

Die Welt der Himmelsscheibe von Nebra

Die Himmelsscheibe von Nebra gilt als sensationeller Jahrhundertfund der Archäologie. Sie ist vermutlich vor rund 3.600 Jahren in der Bronzezeit in Mitteleuropa gefertigt worden. Die Himmelsscheibe zeigt die derzeit älteste bekannte konkrete Darstellung astronomischer Phänomene. Auf ihr sind ein Halbmond, 32 Sterne, eine Sonne oder ein Vollmond, zwei geschwungene goldene Bänder, die vermutlich die Horizonte darstellen sollen und eine s. g. Sonnenbarke abgebildet. Zur Herstellung einer solchen Scheibe bedurfte es einen hohen Grad an abstraktem Denken, denn auf der Himmelsscheibe sind sowohl Elemente des Tages- wie auch des Nachthimmels vermischt.

Die Himmelsscheibe als Memogramm

Bereits auf dem ersten Blick fällt eine Ansammlung von Sternen auf, die sich von den anderen scheinbar willkürlich angebrachten Sternen abhebt. Diese Siebensterne-Konstellation ist auch unter dem Namen Plejaden bekannt und kann auch heute noch am Nachthimmel beobachtet werden. Aus dieser Überlegung folgt die von vielen Wissenschaftlern vertretene Theorie, dass es sich bei der Himmelsscheibe von Nebra um ein Memogramm handelt, in dem Jahrtausende altes Wissen zur Organisation von Zeit für den Menschen verborgen liegt. So kann man anhand der Art des Mondes und seiner Position zu den Plejaden feststellen, in welchem Teil des Jahres man sich befindet. Wenn es ein Vollmond war und er in Konjunktion zu den Plejaden stand, so war es um 1600 v. Christus, dem Entstehungsdatum der Himmelsscheibe von Nebra, der 17. Oktober. War es hingegen eine schmale Sichel, die man da in Konjunktion zu den Plejaden stehend erblickte, so war es der 10. März.

Die Himmelsscheibe zur Angleichung von Sonnen- und Mondjahr

Manche Annahmen gehen sogar noch einen Schritt weiter und vermuten, dass die Menschen in Mitteleuropa in der Bronzezeit bereits erkannt hatten, dass das Sonnenjahr (365 Tage) und das Mondjahr (354 Tage) von unterschiedlicher Länge waren und zur genauen zeitlichen Bestimmung s. g. Schaltmonate bzw. Schalttage nötig waren. Auch das lässt sich mit etwas Zahlenspielerei aus den auf der Himmelsscheibe abgebildeten Objekten ableiten. Eine solche Art von Kalender wäre bereits dem prähistorischen Menschen in der Bronzezeit von Nutzen gewesen, da sich so bestimmen ließe, wann man am besten die Felder bestellt.

Spannend wie ein Krimi – Die Entdeckung der Himmelsscheibe

Nicht minder spannend wie die Himmelscheibe selbst, ist die Geschichte ihrer Entdeckung und der dreijährigen Odyssee, die sie zurücklegen musste, bevor sie sich wieder bei ihrem rechtmäßigen Besitzer, dem Land Sachsen-Anhalt, angefunden hatte. Hier sind alle Zutaten für einen spannenden Thriller enthalten: Schatzjäger, illegale Grabungen, Hehler, die Übergabe in einer Hotellobby in einem Schweizer Edelhotel und schließlich die Überführung der Täter und die Rückgabe der Himmelscheibe.

Die Arche Nebra – das Informations- und Erlebniszentrum

All dies und noch vieles mehr können Sie in einer spannenden Dauerausstellung in der Arche Nebra, rund 90 km von unserem Hotel im Harz, beim Mittelberg in Nebra erfahren. Die Arche Nebra will sich dabei nicht als Museum im traditionellen Sinne, sondern vielmehr als Informations- und Erlebniszentrum am Fundort der Himmelsscheibe verstanden wissen. Das Gebäude ist einer goldenen Sonnenbarke nachempfunden, die den Besucher auf rund 300 m² in die faszinierende Welt der Himmelsscheibe von Nebra entführt. Innerhalb des Erlebniszentrums wird die Verbindung zum Himmel und dem Mittelberg, auf dem sich übrigens auch ein Aussichtsturm befindet, durch große Panoramafenster und ein riesiges verglastes Dachfenster erzeugt. Herzstück der Arche Nebra ist das Planetarium, das in seinen Shows das Universum der Bronzezeit wieder lebendig werden lässt.

Öffnungszeiten und Sonderausstellungen

Die Arche Nebra ist von April bis Oktober täglich von 10.00 Uhr – 18.00 Uhr geöffnet. Neben der Dauerausstellung sind in der Arche Nebra in den Sommermonaten auch wechselnde Präsentationen zu Astronomie und Archäologie, wie z. B. eine Sonderschau zu ägyptischen Mumien zu sehen. Von November bis März gelten die folgenden Öffnungszeiten: Dienstag bis Freitag von 10.00 Uhr bis 16.00 Uhr; Samstag/Sonntag und an Feiertagen von 10.00 Uhr bis 17.00 Uhr. Die Arche Nebra ist am 24.12. geschlossen. Audioguides sind erhältlich und Gruppenführungen buchbar. Die original Himmelsscheibe können Sie im Museum für Vorgeschichte in Halle bewundern. (Stand: April 2013)

 

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